Pro Lebensqualität




Grenzüberschreitendes Entwicklungsnetzwerk

Pro Lebensqualität


1. Die Ausgangssituation – wie es zum Projekt kam:

In Bayern wie in Österreich drohen Ländliche Räume "auszudünnen": Vielfach wandern Arbeitsplätze, Kaufkraft, Nahversorgungs-Einrichtungen von den Dörfern und Gemeinden ab in Richtung Ballungsräume. Die Folge für die Dörfer und kleinen Gemeinden ist ein Verlust nicht nur von Strukturen, sondern letztlich von Lebensqualität auf allen Ebenen: wirtschaftlich, ökologisch, sozial und kulturell. Um diesem Trend gegenzusteuern bzw. einer weiteren Negativ-Entwicklung vorzubeugen, braucht es an erster Stelle Bewusstseinsbildung bei den Bürger/innen für den Wert von Nah-Versorgung und deren Zusammenhang mit Lebensqualität. Das Projektmodell "Lebensqualität durch Nähe", entwickelt vom spes-Institut in Schlierbach/OÖ, setzt hier an. Die Vernetzung von bayerischen und österreichischen Gemeinden, die dieses Modell praktizieren, erscheint den Initiatoren als Möglichkeit, im Bereich der nötigen Bewusstseinsbildung mit- und voneinander zu lernen und so zur Entwicklung Ländlicher Räume beizutragen.


2. Ziele: Was soll das Ergebnis sein?

  • Sechs Gemeinden in Niederbayern und sechs Gemeinden in Oberösterreich führen das Bewusstseinsbildungsprojekt "Lebensqualität durch Nähe" durch und schließen es erfolgreich ab.
  • In der Projektphase entsteht ein grenzüberschreitendes Netzwerk der "ProNah"-Gemeinden durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Fortbildung (Know-how-Transfer).
  • Auf der Grundlage des entstandenen Netzwerkes entstehen weitere gemeinsame Projekte und Partnerschaften.

3. Maßnahmen zur Umsetzung des Projektes:

  • Gewinnung von jeweils sechs Gemeinden zur Durchführung des Projekts "Lebensqualität durch Nähe" (Gemeinderatsbeschluss!).
  • Beantragung von Fördergeldern nach Interreg III A.
  • Begleitung der Gemeinden beim Bewusstseinsbildungsprozess (Begleitung der Arbeitskreise und der Kernteams, Prozess-Beratung).
  • Organisation des Know-how-Transfers durch regelmäßige Treffen in Bayern und Österreich sowie durch ein bayerisch-österreichisches Symposium.
  • Ergebnissicherung und Evaluation.

4. Beteiligte Personen und Einrichtungen:

  • spes-Institut Schlierbach
  • Landvolkshochschule St. Gunther Niederalteich
  • VR Marketing München
  • Gemeinden Freyung, Schönberg, Neukirchen v. W., Ruderting, Münzbach, Bad Kreuzen, St. Oswald, Windhaag, Kirchberg o. d. Donau, Kleinzell.

5. Zeitliche Planung (Meilensteine)

2002Akquisition der beteiligten Gemeinden (in Bayern: vier statt ursprünglich sechs)
06/2002Gründung der Arbeitsgemeinschaft (ArGe) Pro Lebensqualität Oberösterreich bzw. Bayerischer Wald
11/2002Erlaubnis zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn Interreg III A
11-12/2002Auftaktveranstaltungen in den Gemeinden
11/2002Erster Erfahrungsaustausch in Niederalteich
04/2004Grenzübergreifendes Symposium in Niederalteich
06/2004Letzter Erfahrungsaustausch in Bad Kreuzen
07/2004Offizieller Projektabschluss, Evaluation

6. Hilfsmittel (Räume, Geld, Beratung, Informationen, Material...)

  • Für die Know-how-Treffen stellen die jeweils gastgebenden Gemeinden Räumlichkeiten zur Verfügung.
  • Finanzierung durch Mittel aus Interreg III A, Bayern: Projekt-Beiträge der Gemeinden an die VR-Marketing, Sponsormittel von den örtlichen Raiffeisenbanken.
  • Informationen an die Projektgemeinden: Persönliches Vorstellen des Projekts durch ProNah-Projektbetreuuer im Gemeinderat und in der Öffentlichkeit.
  • Die im Projektpaket von spes bzw. VR enthaltenen Umsetzungshilfen (Thematische Ordner und CDs, Plakate, Aufkleber, Ortsbroschüren...) werden - zeitlich sinnvoll verteilt - eingesetzt.

7. Projektleitung und evtl. Projektgruppe:

Bayern: Konrad Haberger, LVHS St. Gunther Niederalteich
Österreich: Peter Jungmeier, spes-Akademie Schlierbach
ArGe Bayer. Wald: Sprecher Bgm. Franz Riedl
ArGe OÖ: Sprecher Bgm. Ferdinand Strasser

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