Beirat

Beirat des Niederalteicher Kreises

Monika Bauer (Büchlberg Landkreis Passau)

Wo ich herkomme

Ich bin geboren und aufgewachsen in Waldkirchen, einer Kleinstadt im Landkreis Freyung-Grafenau.
Da mein Vater starb, als ich 9 Jahre alt war, bewirtschaftete meine Mutter unser kleines „Sacherl“ alleine, bzw. mit Hilfe meiner älteren Geschwister. Meine Jugendzeit prägte sehr die katholische Landjugendbewegung (KLJB), der ich viele Jahre angehörte. Dadurch lernte ich viele andere Jugendliche kennen und über den eigenen Tellerrand zu blicken.
1985 kam ich das 1.Mal nach Niederalteich, wo ich mich von Anfang an heimisch fühlte. 1986/87 besuchte ich den Hauptkurs, wo wir als Gruppe von ca. 30 zusammengewürfelten, jungen Erwachsenen aufeinandertrafen, diskutierten. Wir lernten gegensätzliche Meinungen zu respektieren, zur eigenen Meinung zu finden und zu vertreten. Diese Zeit ermutigte mich auch, mich beruflich neu zu orientieren.

Was mir wichtig ist

Selten macht man sich bewusst Gedanken darüber, was einem wichtig ist, obwohl man ja dieses eigentlich versucht, im Leben umzusetzen.
Ich versuche, die Werte, die mir wichtig sind, zu leben. Ehrlichkeit, Zufriedenheit, Toleranz gehören für mich zu den Wichtigsten.
Ich finde, die innere Zufriedenheit ist uns oft verloren gegangen. Die Freude an kleinen Dingen wahrzunehmen, sie zu zeigen und auch an andere weiterzugeben ist eine besondere Fähigkeit.

2006 hatte ich die Möglichkeit, die „kleine Schwester“ der LVHS in Dagatch zu besuchen. Ein sehr interessanter Einblick in eine andere Kultur und Mentalität, der mich lehrte, dass Zufriedenheit nicht immer materiellen Wohlstand voraussetzt.

Manchmal fühle ich mich als ein so kleines Rädchen, das wenig Einfluss hat auf den Lauf der Welt.
Aber immer wieder spüre ich auch Mut, dass jeder von uns Positives bewirken kann, egal ob im Großen oder Kleinen, jeden Tag neu.

 

Elfriede Fuchs (Köppenreut, Landkreis Freyung/Grafenau)

Wo ich herkomme

I bin im Woid dahoam.
Auf einem Bauernhof im Mittleren Bayer. Wald (Landkreis Deggendorf) aufgewachsen, habe ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert, und bis zur Geburt meiner Kinder in diesem Beruf gearbeitet. Jetzt lebe ich im Landkreis Freyung/Grafenau mit meiner Familie (Ehemann, zwei Mädels, Oma) auf einem Milchviehbetrieb. Habe eine Ausbildung zur staatl. Geprüften Hauswirtschafterin nachgemacht und praktiziere diese Ausbildung täglich, indem ich als Betriebshelferin auf anderen Betrieben, im Krankheitsfall oder Urlaub aushelfe. Diese Arbeit macht mir total Spaß, weil ich durch die Einsätze wieder neue Familien kennenlerne und ich ihnen in schwierigen Situationen helfen kann und somit viel an mich zurückkommt.

Was mir wichtig ist

Ich lebe in der Natur und mit der Natur. Mir ist wichtig, Gottes Schöpfung zu erhalten und zu pflegen. Weiterzugeben, was ich anvertraut bekommen hab, zu zeigen, dass nicht alles selbstverständlich ist, mit einfachen Mitteln etwas zu schaffen (vor allem beim Kochen).
In meiner Kindheit und Jugend wurde mir von meinen Eltern vermittelt, rechtschaffend und fleißig zu sein, etwas zu schaffen im Leben, nach Leistungen zu streben.
Die Landvolkshochschule habe ich in verschiedenen Kursen kennengelernt und ich habe dabei erfahren, dass es noch andere Werte gibt. Dass ich für mich sorgen muss und darf. Offen sein für Neues, meine Meinung sagen darf. Offen sein für einen Neuen Weg im Glauben, denn ohne meinen Glauben an Gott hätte ich schon kapituliert. Ich bin auf der Suche und möchte Neues lernen und entdecken.

Ingrid Grosser (Pfarrkofen / Gemeinde Ergolding, Landkreis Landshut)

Wo ich herkomme

Immer mehr stelle ich fest, wie sehr ich mit meinem Geburtsort verbunden bin. Als fünftes Mädchen von sechs Kindern erlebte ich die Landwirtschaft hautnah. Da wurde auch der Grundstock für meine Arbeit auf unserem Bio-Bauernhof gelegt. Nach meiner Ausbildung zur Steuerfachgehilfin erlernte ich als Frau eines Landwirts noch den Beruf der Hauswirtschafterin im ländlichen Bereich, um im Haushalt fit zu sein; und später legte ich noch den Gehilfenbrief als Tierwirtin für Geflügel ab um unser Geflügel optimal betreuen zu können.
Meinen Mann lernte ich kennen, bevor er in der LVHS Niederalteich den Hauptkurs besuchte. Dies hat ihn sehr gewandelt und positiv geprägt. Durch gemeinsame Kurse erlebte man mehr als Wissensvermittlung; man spürte, der Mensch steht im Mittelpunkt.

Was mir wichtig ist

Geprägt durch diese eigenen Erfahrungen weiß ich heute, wie wichtig es ist, dass die LVHS zum kritischen Denken und Hinterfragen anregt und über den Tellerrand hinausschauen lässt. Es gilt die Mutter Erde, die uns die Lebensgrundlagen schenkt, zu schützen!! Das wertvollste in meinem Leben ist meine Familie. Ein Schatz, den es zu hegen und zu pflegen gilt!

Vorsitzender, Stefan Hölldobler (Bamling, Landkreis Deggendorf)

Wo ich herkomme

Ich bin aufgewachsen auf unserem Bauernhof in Bamling, einen kleinen Weiler zwischen Plattling und Osterhofen. Nach mittlerer Reife, landwirtschaftlicher Ausbildung mit Abschluss Landwirtschaftsmeister, gönnte ich mir 1991/92 den damals 12-wöchigen Hauptkurs an der Landvolkshochschule Niederalteich. Das waren sehr prägende Wochen für mich und einige Freundschaften entstanden daraus, unter anderem nach Polen, die Freundschaft hält schon 20 Jahre, was mich außerordentlich freut. Ehrenamtlich bin ich in unserer Pfarrei Aholming im Chor, als Pfarrgemeinderatsvorsitzender und als Wortgottesdienstleiter aktiv. Als neu gewählter Beirat im Niederalteicher Kreis versuche ich meine Vorstellungen und Ideen positiv einzubringen.

Was mir wichtig ist

Ein gutes Miteinander in allen Lebensbereichen ist mir wichtig. Dazu gehören für mich Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Respekt vor den Menschen, Tieren und vor der Umwelt sowie der Blick auf die „Eine Welt“. In der LVHS finde ich vieles davon wieder. Viele freundschaftliche Verbindungen und engagierte Menschen, die ich in Niederalteich kennen lernen durfte, bewegen mich immer wieder in die LVHS zu kommen und jetzt auch im Beirat mitzuarbeiten.

Herbert Ninding (Regenstauf, Landkreis Regensburg)

Wo ich herkomme

Ich bin geboren und aufgewachsen in der Großstadt München. Mein ausgeübter Hauptberuf als Ingenieur für Ländliche Entwicklung führte mich in die Oberpfalz, wo ich mich in Regensburg und schließlich in Tirschenreuth stark in Dorfeneuerungsprozessen engagierte. Ich habe 1980  in Regenstauf (6000 E.) für meine Familie (eine Tochter, zwei Söhne) ein kleines Haus gebaut. Wichtig war mir schon damals, bei der Heizung auf Erdöl zu verzichten (Erdwärmenutzung mittels Wärmepumpe). Ab 2001 betreibe ich eine Solaranlage, die all den Strom erzeugt, den wir selbst verbrauchen.Berufsbegleitend habe mich in einem 1 ½-halbjährigen zertifizierten Lehrgang durch das Institut für Gemeinwesenentwicklung CommunalConzept e.V., Schleedorf, Salzburg weitergebildet und dort ehrenamtlich viele Jahre mitgearbeitet. Außerdem war ich seit ihrer Gründung für die Schule der Dorf- und Landentwicklung Abtei Plankstetten/ School of Good Governance ehrenamtlich tätig, für Agenda 21-Gruppen und im LILA-Kreis der Landvolkshochschule Niederalteich. Jetzt betätige ich mich ehrenamtlich im Förderverein Zivilcourage Dominik Brunner Stiftung und als Geschäftsführer einer Bürgerphotovoltaikanlage. Im Beirat des Niederalteicher Kreises arbeite ich seit 2011 mit.

Was mir wichtig ist

Ich glaube fest daran, dass viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, das Gesicht der Welt verändern können. Durch mutiges Aufgreifen von Themen, die unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen, durch kritisches Hinterfragen von eingefahrenen Vorgehensweisen und im herzlichen Umgang miteinander können wir hier im Niederalteicher Kreis viel bewegen.
Meine eigene Entwicklung möchte ich vor allem durch das Pilgern auf dem VIANOVA zu einer Entschleunigung führen. Das kann ich ganz bestimmt gut vereinbaren mit der aktiven Unterstützung der LVHS Niederalteich, die ich als idealen Ort für persönliche Entfaltung erlebe und die gemeinsames Lernen und Tun in allen Lebensphasen ermöglicht.

Vorsitzende, Andrea Parzefall (Schlößbach bei Waldkirchen, Landkreis Freyung-Grafenau)

Wo ich herkomme

Ich bin 1962 in Straubing geboren, im Landkreis Regensburg aufgewachsen.
Mit meinem Mann Richard bin ich oft in Bayern umgezogen, unsere beiden Pflegekinder haben mir gelernt, was „Leben“ wirklich bedeutet.
Bauzeichnerin ist mein Lehrberuf, Hauptberuf ist seit vielen Jahren meine Familie.
„Nebenbei“ war ich 16 Jahre lang ehrenamtlich als Pfarrgemeinderätin tätig.
Zum Kurs „Leiten lernen“ kam ich 2005 zum ersten Mal an die LVHS und nicht mehr weg davon.
Die Assisi-Fahrt 2006 und die „SeelenZeit“ (2008 bis heute!) haben mich besonders geprägt.
Sie haben mir richtig gute Freunde und wertvolle Erkenntnisse für mein Leben geschenkt.
Hier ist mein Wunsch gewachsen, Menschen zu begleiten. Hier hab ich den Mut bekommen, diesen Weg konsequent zu gehen.
Als Trainerin in Biografiearbeit bin ich inzwischen selbst Referentin im Haus… das ist schön!

Was mir wichtig ist

Begegnung!
„Meine LieblingsLVHS“ ist so ein Ort der Begegnung, ein ganz besonderes Haus – wer einmal hier war, versteht mich.
Mit dem bevorstehenden Umbau stehen wir vor der Herausforderung, praktisch, modern und umweltfreundlich zu planen, auf die Bedürfnisse der Besucher einzugehen und die Finanzen gut im Blick zu haben – das alles, ohne den „Geist“ des Hauses zu vertreiben.
Wir schaffen das und ich freu mich auf das neue Haus mit all seinen Begegnungen!

Brigitte Rieger (Heilberskofen, Gemeinde Mamming, Landkreis Dingolfing-Landau)

Wo ich herkomme

Ich bin aufgewachsen auf einem niederbayrischen Bauernhof, auf dem ich immer noch mit meiner Familie und ein paar Tieren lebe. Nach meiner betrieblichen Ausbildung zur Hauswirtschafterin im ländl. Bereich besuchte ich die Landwirtschaftsschule Landau a. d. Isar mit Abschluss „Staatl. geprüfte landwirtschaftliche Hauswirtschafterin“.Anschließend arbeitete ich bis zu meiner Heirat im April 1989 als Betriebshelferin des Maschinenrings, wo ich wertvolle Erfahrungen, besonders auch im menschlichen Bereich sammeln konnte.
Im Winter 87/88 hatte ich das große Glück, den damals 12-wöchigen Hauptkurs an der LVHS Niederalteich besuchen zu können.
Dieser Kurs, dieses Haus, die Menschen, denen ich dort seitdem begegnen durfte, und die Arbeit in der Ehemaligengemeinschaft, jetzt Niederalteicher Kreis genannt, sind für mich wichtige und prägende Bestandteile meines Lebens geworden.
Beruflich unterstütze ich meinen Mann, der sich als Schreiner und staatl. geprüfter Holztechniker im Juli 2011 selbstständig gemacht hat. Zudem bin ich tätig in unserer kleinen „Hobby-Landwirtschaft“, in Hof und Garten, in der Haus- und Familienarbeit (einschließlich Pflege-und Betreuungstätigkeiten).
Aufgrund der Auslastung mit diesen Tätigkeiten habe ich meinen Mini-Job im Lebensmittel-Einzelhandel, den ich 14 Jahre ausgeübt habe, im Oktober 2014 aufgegeben.

Was mir wichtig ist

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
Dieser Spruch hat sich mir während meiner Hauptkurszeit sehr stark eingeprägt. Und ich versuche, danach zu leben.
Ich kann immer wieder einen kleinen Schritt tun, einen kleinen Beitrag leisten, zu mehr Freundlichkeit und Menschlichkeit, zu mehr Respekt vor der Natur, zur praktischen Umsetzung unseres christlichen Glaubens und zu mehr Verantwortung für Gottes Schöpfung.
Hierbei hilft mir der Beirat des Niederalteicher Kreises und all seine Mitglieder.
Indem wir in Kontakt sind, indem wir uns unter „Gleichgesinnten“ wohl fühlen, mutig, offen und herzlich miteinander umgehen, eine sehr gute und positive Gesprächskultur pflegen, uns stützen und bestärken, auch bei Widerständen.
Daraus ergibt sich mir die große Sicherheit, meinen Beitrag leisten zu können, das Gesicht der Welt im Positiven mitzugestalten.

Sonja Vetterl (Leiblfing / Landkreis Straubing-Bogen)

Wo ich herkomme

Ich wurde 1970 in Arnstorf geboren und wuchs in Pischelsdorf (Gemeinde Simbach b. Landau) auf, grad da, wo die Bistümer Regensburg und Passau sich berühren. Auf dem nahegelegenen Hof meiner Tante und Taufgon lernte ich hier im Holzland noch eine traditionelle Art der Landwirtschaft kennen, mit Erpfe-Klaubn, Strumpfawurzn, Heugebläse und Hausschlachtung. Nach dem Abitur studierte ich in München die Fächer Deutsch und Erdkunde für das Lehramt, was meiner Vorliebe für literarische Texte und meinem ökologischen Interesse sehr entgegenkam. Seit dem Jahr 2000 wohne ich mit meinem Mann in unserem Haus in Leiblfing, wir haben zwei Kinder und ich unterrichte an der Realschule in Landau.

Was mir wichtig ist

Als ich ab 1989 im Kreisvorstand der KLJB war, kam ich zum ersten Mal an die LVHS Niederalteich. Bei der Landjugend erlebte ich damals Jugendpfleger und Pfarrer, die uns etwas machen ließen und uns mit unseren Träumen ernst nahmen. Das motiviert! So bin ich in eine aktive Beschäftigung mit dem Glauben, mit der Gesellschaft und der eigenen Persönlichkeit hineingewachsen. Es tut mir daher gut, dass ich bei Niederalteicher Kursen wie „Seelenzeit“, Glaubenskurs oder zuletzt bei der Ausbildung für Biografiearbeit immer wieder Gleichgesinnte finde, mit denen ich meinen Weg weitergehen kann. Ich finde es gut, dass die Landvolkshochschule ein Lernen für Erwachsene ermöglicht, das von Werten geprägt ist und mit vertrauensvoller Offenheit Menschen erreicht.

Annemarie Walbrun (Dieterskirchen/ Landkreis Schwandorf)

 

Marianne Wax (Thurmansbang/ Landkreis Freyung Grafenau)

Wo ich herkomme

Ich bin geboren, aufgewachsen und lebe noch heute auf unserem Bauernhof in einem kleinen Dorf namens Kneisting im bayrischen Wald. Ich bin verheiratet und habe drei schon fast erwachsene Kinder. Ich bin Bäuerin auf unserem Nebenerwerbshof und gelernte Hauswirtschaftsmeisterin. Ehrenamtlich engagiere ich mich als Gemeinderätin für die regionalen Belange der Gemeinde Thurmansbang und bin als Brautleutetagsreferentin in der Diözese Passau tätig.
Nach meiner beruflichen Ausbildung besuchte ich den Hauptkurs in Niederalteich, der mich schon damals geprägt und gestärkt hat, mich für die Öffentlichkeit zu engagieren und aktiv an der Zukunft mitzuarbeiten.

Was mir wichtig ist

Ich habe das Amt im Niederalteicher Ehemaligenkreis angenommen, weil ich gerne in einem Team arbeitete, das zum Wohle für andere Menschen sich kritisch, mutig und herzlich mit Themen wie Umwelt, Landwirtschaft, Gesellschaft und Glaube auseinandersetzt. Mein persönliches Interesse und Engagement gilt dem aktiven Dorfleben mit dem Ziel, neue Konzepte zu entwickeln, um das Land- und Dorfleben attraktiver und lebendiger zu gestalten.