5 Tage, rund 90 Kilometer und ein Weg, der Grenzen verbindet: Vom 8. bis 12. September 2026 waren 18 Teilnehmende gemeinsam mit den Pilgerwegbegleiterinnen Helga Grömer und Magdalena Lummer auf dem Gunthersteig unterwegs – von Niederalteich an der Donau bis nach Dobrá Voda (Gutwasser) im südlichen Böhmerwald.
Auf den Spuren des heiligen Gunther führte der Weg durch den Bayerischen Wald und über die Grenze nach Tschechien. Bereits im 11. Jahrhundert war der heilige Gunther als Mönch und Missionar von Niederalteich aus in dieser Region unterwegs. Noch heute erinnern zahlreiche besondere Orte an sein Leben und Wirken.
Zu den Stationen der Pilgerreise gehörten unter anderem der Guntherstein bei Lalling, die Klosterkirche Rinchnach, die Wallfahrtskirche Frauenbrünnl, der „Dom des Bayerwaldes“ in Zwiesel und die Einsiedelei in Březník.

In fünf Tagesetappen von 23, 20, 16, 22 und 14 Kilometern erlebte die Gruppe eine abwechslungsreiche Wegstrecke. Ruhige Pfade führten durch Wälder, Fluren und Bachtäler, vorbei an beschaulichen Dörfern und Weilern und immer wieder zu wunderschönen Ausblicken.
Dabei war die Pilgerreise nicht nur ein gemeinsames Unterwegssein in der Natur. Tägliche Schweigezeiten, geistliche Impulse, gemeinsames Singen und Beten gaben der Gruppe Orientierung und begleiteten sie auf dem Weg durch Gottes wunderbare Schöpfung.

Gestartet wurde bei strahlendem Sonnenschein. Doch auch so mancher Regenschauer gehörte zum Weg dazu – ganz im Sinne des Pilgerns: unterwegs sein, annehmen, weitergehen und gemeinsam Grenzen überwinden.
Nach fünf intensiven Tagen erreichte die Gruppe schließlich Dobrá Voda (Gutwasser) im Böhmerwald. Ein Weg ging zu Ende – und viele Eindrücke, Begegnungen und Erfahrungen bleiben.
